Chroniken des Verderbens – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Jetzt.

Die Realität brennt und zerfließt wie heißes Wachs, als der Dämon Kairos Schicksalsweber nur einen Bruchteil seiner von Tzeentch gewährten Macht entfesselt. Die kristallene Wüste Hyshs verwandelt sich in einen brodelnden Morast aus vielfarbigem Schleim, in dem die aelfischen Pikeniere mit entsetzten Schreien versinken.

Hier wird die Schwerkraft umgekehrt, und eine Phalanx aus grimmig dreinblickenden Wächtern stürzt sich um die eigenen Achsen drehend himmelwärts. Dort geht ein aelfischer Adliger in die Knie und erbricht einen Strom geschmolzenen Silbers. Die formlose Masse verwandelt sich in einen Panzerhandschuh und packt den erschütterten Aelfen am Hals, um ihn zu erdrosseln.

Eine halbe Kriegsschar ist binnen eines Augenblicks vernichtet.

Doch die Aelfen von Hysh lassen sich nicht von Angst beherrschen. Schon donnert ein schimmernder Keil aus Lumineth-Reitern heran, deren Helme selbst unter dem düsteren Himmel von Chamon nichts von ihrer glanzvollen Pracht einbüßen. Mit voller Wucht rasen sie in die vorderste Masse umhertollender Dämonen; irgendwie gelingt es ihnen, den Sturm aus feuriger Hexerei zu überstehen und ihre Lanzen Sekunden vor dem Aufprall einzulegen.

Die beiden Köpfe des Schicksalswebers klappern wütend mit den Schnäbeln, als er beobachtet, wie seine infernalen Fußsoldaten in den Staub getrampelt werden. Ihre unförmigen Körper bersten zu Flammenzungen von widersprüchlicher Farbe.

Manche der Aelfen fallen, als sie von dem Feuer eingehüllt werden. Doch viele weitere galoppieren voran und werden schneller, während sie sich dem Schicksalsweber nähern.

Die Augen der Vanari-Reiter leuchten hell vor Hass. An ihrer Spitze reitet ein Champion mit einem geschmückten Helm, der einem großen Adler gleichen soll. Dieser ist groß und wirkt wie alle Aelfen gewandt. Er strahlt mit jeder Faser seines Seins Autorität aus. Auf seiner seidenen Schärpe ist ein Neumond umringt von drei hellen Sternen aufgestickt. Der Anblick weckt eine tief vergrabene Erinnerung.

Irgendetwas an diesem ist mir vertraut, sagt Kairos’ linker Kopf, der in der Lage ist, die Gesamtheit der vergangenen Tage zu überblicken.

Ja, erwidert der andere Kopf, der damit „gesegnet“ ist, jeden möglichen Verlauf der Zukunft zu sehen. Ich sehe, wie das Schicksal bei ihm zusammenläuft. Er ist wichtig. Aber wieso?

Eine Ahnung von Unruhe macht sich im Bauch des Schicksalswebers breit. Es ist keineswegs die Angst vor dem Tod. Die Zerstörung seines physischen Körpers schreckt Kairos nicht. Er ist der Lieblingsdiener des Wandelgottes und braucht sich um solche Belange nicht zu sorgen.

Aber Versagen? Tzeentchs Missgunst riskieren? Das muss selbst der mächtigste Dämon fürchten. Ungewissheit macht sich breit; er kann es einfach nicht genau sagen, wieso dieser Moment so wichtig ist. Wie eine juckende Stelle, die er nicht kratzen kann, sitzt er im Zentrum seiner temporalen Wahrnehmung zwischen dem, was sein wird und dem, was war. Kairos’ größte Schwachstelle ist jeher, diese Kluft seiner Weltsicht zu überwinden. Doch Tzeentch hat ihn sicherlich an diesen magiegepeinigten Ort in den Krieg gegen die Lumineth geschickt, weil es einen Grund dafür gibt. Irgendwo in seinem verworrenen Verstand liegen die Antworten, die Kairos braucht.

Die Augen des linken Kopfes, der die Ganzheit der Geschichte sieht und jedes Geheimnis kennt, werden milchig. Das Bewusstsein des Schicksalswebers löst sich aus der Gegenwart und die Welt um ihn herum wird schwammig und bedeutungslos, als würde Farbe im Regen verlaufen.

Damals.

Jenseits der kristallenen Fenster von Tor Ector stand der Himmel in Flammen. Magische Blitze zuckten aus den Wolken herab und zerschmetterten die kunstvollen Minarette und Glasbalkone dieser schönsten aller Zitadellen von Ymetrica. 

Zwei Aelfen eilten die gewundenen Korridore des großen Turmes von Ecthis entlang. Ihre Gesichter waren blass und von Angst gezeichnet. Die beiden hatten große Ähnlichkeit: flachsblondes Haar und eisweiße Augen. Die Andeutung einer Falte zwischen den Augen zeichnete den vorderen der beiden Aelfen als den älteren aus. 

„Vertilion hat es wirklich getan“, zischte der Ältere. „Dieser Wahnsinnige. Er will uns alle vernichten, nur wegen irgendwelcher eingebildeten Beleidigungen.“

„Vater“, sagte der zweite Aelf. „Was kön—“

„Schweig, Celion, und folge mir.“

Da war noch eine Entität gegenwärtig, an jenem Ort, zu jener Zeit. Sie blickte durch den Schleier der Realität, getrennt vom physischen Reich, und trank gierig von jeder Erinnerung, jedem Anblick, jedem leise geflüsterten Geheimnis. Beide Aelfen spürten die Falschheit, die in der Luft lag, ein Gefühl, das von der Gegenwart des Eindringlings ausging. In ihrer Angst schrieben sie es jedoch dem drohenden arkanen Bürgerkrieg zu, der kurz davor war, ihre ganze Welt zu verschlingen. 

Ein verständlicher Fehler, denn der Turmsturz, jene große aelfische Tragödie, würde genau dies tun. Es war dieser Konflikt, der alsbald das Leben des einen fordern würde und den anderen in eine Existenz voller Schuld und Trauer stürzen sollte. 

Der Gang endete vor einer versiegelten Tür aus schimmerndem Aetherquarz, die mit Juwelen und hyshianischen Runensymbolen verziert war. 

„Jenseits dieser Pforte liegt das heliotropische Arsenal von Haus Ecthillar“, sagte der ältere Aelf. „Jedes Artefakt, jede Waffe wurde nicht nur zum Schutze der Zukunft unserer Dynastie, sondern zum Wohle Ymetricas selbst geschaffen.“

Der Beobachter von jenseits des Schleiers konnte nicht umhin, ein aufregendes Gefühl des Triumphs zu verspüren. Beide Aelfen bemerkten die fremde Emotion und für einen Augenblick suchten sie den scheinbar leeren Gang aufmerksam ab. Dann gab es ein schreckliches Beben, das drohte, sie von den Füßen zu reißen, und Haarrisse taten sich in den Marmorwänden auf. 

„Ich verstehe, Vater“, sagte der junge Celion. 

„Tust du nicht!“, donnerte der ältere und seine Hände packten die seines Sohnes. „Dieser Krieg zeichnete sich schon seit Jahrzehnten ab und wird schon bald die Grenzen von Tor Ector hinter sich lassen. Die arroganten und unvorsichtigen Herzen werden Öl in sein Feuer gießen, Tyrannen, die Hysh lieber brennen sehen, als sich ihre Hybris einzugestehen.“

„Was können wir tun?“

„Es bleibt kühleren Köpfen wie dir und mir überlassen, unser Volk durch diese Katastrophe zu führen, Celion. Wir müssen jetzt furchtlos handeln. Gnadenlos, wenn nötig. Die Artefakte in dieser Rüstkammer sind in der Lage, ganze Königreiche zu vernichten. Nur zwei Seelen traue ich den verantwortungsbewussten Umgang damit zu. Dir und mir.“

„Vater, ich –“

„Es gibt keine Zeit für Zweifel. Nur wer von meinem Blut ist, kann die Siegel zu dieser Kammer brechen.“

Er riss den Arm seines Sohnes hoch und verdrehte ihn, sodass die Handfläche nach oben zeigte. Mit einem langen Finger, der vor magischer Kraft aufleuchtete, brannte er ein Siegel in die Haut, die vor Hitze und Licht knisterte. Celion zischte leiderfüllt, zog seine Hand aber nicht weg. Als sein Vater fertig war, war der ganze Unterarm des Aelfen mit kunstvoller hyshianischer Schrift gezeichnet. Im Zentrum war ein Neumond umringt von drei Sternen zu sehen – das Symbol von Haus Ecthillar.

Der ältere Aelf streckte seinen Arm aus und machte eine Geste in Richtung der Tür, wo die gleichen leuchtenden Runen in Form von Aetherquarzjuwelen und graviertem Sonnenmetall erschienen. 

Der unsichtbare Beobachter sah diesem Ritual mit entzückter Aufmerksamkeit zu. 

Beide Aelfen erstarrten, als sie erneut seine boshafte Präsenz spürten. Celion zückte sogar einen eleganten Dolch. Für einen Moment schien es ihm, als erhasche er die gespenstischen Umrisse eines lauernden Monsters, dessen Flügel von magischen Flammen umtanzt waren und dessen Augen – vier an der Zahl – ihn voller Hunger von einem Ort jenseits der Realität beobachteten. 

Keinen Atemzug später schlug der heliothermische Energiestrahl einer Aetherlanze von der Größe einer Stadt durch die arkanen Schutzsiegel von Tor Ector. Celions Vater wurde zu Asche verbrannt, als ein mehrere Meter durchmessendes Loch in die Kristallmauern des Turmes gerissen wurde. Die Wucht des Einschlages war dergestalt, dass Celion davongeschleudert wurde. Beim Aufprall brach sein Bein und sein Schädel erlitt drei Frakturen. 

Aber wundersamerweise überlebte Celion diese Wunden. Das Schicksal ist unvorhersehbar, nicht wahr? Für die meisten jedenfalls.

Jetzt.

Die Gegenwart umspült ihn einmal mehr und die Augen des Schicksalswebers öffnen sich ruckartig. Keine Sekunde ist verstrichen, doch die aelfischen Reiter sind schnell wie der Wind und ihr Anführer donnert mit eingelegter Lande auf den Herrscher des Wandels zu. 

Der mondgezeichnete Prinz!

Dieser hat etwas, was wir brauchen. Etwas, was wir vor langer Zeit vergaßen. Wir müssen es haben. 

Sein Zögern hat Kairos die Gelegenheit gekostet, seine Angreifer aus sicherer Entfernung zu zerstören. Er beschwört einen Sturm aus rasiermesserscharfen Kristalldolchen herauf, die ein Drittel der angreifenden Reiter zerfetzen, doch der Rest weicht mit erstaunlichem Geschick aus und kann das Schlimmste vermeiden.  

Bevor er einen weiteren Zauber wirken kann, sind sie bei ihm. Die Lanze des Anführers senkt sich herab und ihre Spitze ist wie ein leuchtender Sonnenstrahl, der sich in die Augen des Dämonen bohrt und ihn vor Pein zusammenzucken lässt.  

Die Lanze dringt tief in die Brust des Schicksalswebers ein, durchschlägt Fleisch und Knochen wie ein greller Blitz aus unverfälschter Qual. Kairos strauchelt und geht in die Knie. Der Aelfenfürst lässt die behäbige Waffe fallen und reißt sein Ross für einen weiteren Angriff herum, nun mit gezücktem Säbel in der Hand.  

Die beiden Köpfe Kairos’ schreien mit einer geeinten hasserfüllten Stimme und ihre Gedanken winden sich ineinander.  

Nein! Unsere Herrschaft darf nicht enden. Noch nicht.

Brennen sollen sie! Ihr Fleisch soll zerfließen!

Aus den Krallen des Schicksalswebers schießen gewundene Flammen und ein nahender Reiter fällt brennend von seinem Pferd. Eine weitere Lanze stößt durch den rechten Flügel des Dämons, reißt die Membran auf und lässt Federn herabfallen. Kairos kreischt schmerzerfüllt und zieht magische Kraft zusammen, um einen weiteren Zauber zu wirken. 

Doch die Magie erstirbt auf seiner Zunge, als der Aelfenfürst mit dem Adlerhelm und der Mondschärpe ein weiteres Mal auf ihn einstürmt. Eine Klinge dringt in Kairos’ Flanke ein und er spürt, wie seine Verbindung zur physischen Welt zerfällt wie eine Hängebrücke in einem Wirbelturm. Visionen strömen vor den Augen des Schicksalswebers vorbei und seine vogelartige Gestalt verkrampft und erbricht ölige Galle. 

Der Tag ist verloren. Doch das Schicksal ist unausweichlich. 

Der Aelfenfürst tritt für den Todesstoß heran, erhebt sein Schwert zu einem Rückhandschlag und durchbohrt Kairos’ rechten Schädel. 

Die gespaltene Wesenheit namens Kairos konzentriert sich auf einen letzten Zauber. Es folgt ein Lichtblitz und ein plötzlicher Energiestoß, der den Reiter im Sattel aus dem Gleichgewicht bringt – um ehrlich zu sein, bloß ein kleiner Taschenspielertrick und kaum eines Zauberers würdig, der so hoch in Tzeentchs Ansehen steht. 

Doch der Aelf ist gerade lang genug verwirrt, dass Kairos’ linker Kopf, der Prophet, vorschnellen kann, um den Unterarm des Kriegers zwischen seinen kräftigen Zähnen zu packen und abzureißen. Das Glied dreht sich in der Luft und der Schicksalsweber fängt es mit seinem Schnabel auf, um es mit einer peristaltischen Woge seines Muskelmagens herunterzuschlingen. Der Aelfenfürst sackt keuchend in seinem Sattel zusammen. Die weiße Mähne seines Rosses färbt sich tiefrot.  

Kairos bleibt noch Zeit für ein triumphierend gellendes Gelächter, ehe die Lanzen von drei weiteren Rittern sich tief in seine Innereien bohren und das Reich der Sterblichen schließlich in einem Wirbel aus Farben und Eindrücken vor ihm verschwinden.

Bald.

Wenn die alarmierten Schreie durch die Gänge hallen werden, wird Celion Ecthillar aus dem Stuhl in seiner Studierstube aufspringen und sein Langschwert zücken. Der einarmige Regent von Ymetrica wird furchtlos voranschreiten, um dieser Störung zu begegnen. Seine Schritte werden schnell und sicher sein. 

Und doch wird sich eine bohrende Ungewissheit in sein Herz winden, denn hier im Herzen von Tor Ector, das als Spiegelbild seines einstigen Ruhmes nach dem Grauen des Turmsturzes neu erbaut worden war, sollte es keine Störung geben.  

Zwei maskierte Assassinen werden den Regenten erwarten, wenn er sein Quartier an der Spitze des Turms verlässt. Er wird beide mit knappen Hieben seiner Klinge niederstrecken, ohne langsamer zu werden.  

„Wer seid ihr?“, wird er einen der sterbenden Angreifer fragen, während dieser verkrampft und zittert. „Wie seid ihr in diese Mauern gelangt?“

„Er hat uns den Weg gezeigt“, wird der Mann röcheln. „Der Unfassbare. Er kennt deinen Geist, kleiner Aelf. Er weiß um deine Scham und die deiner Vorfahren.“

Scham. Das Wort wird etwas in Celions Verstand auslösen. Erinnerungen an eine Tragödie in seiner Jugend, noch so frisch wie damals. Ihn wird eine ahnungsvolle Furcht erfassen, als er dem sterbenden Eindringling den Gnadenstoß versetzt. 

Celion wird Wellen des Schmerzes in seiner fehlenden Hand spüren und in die Knie gehen. Es wird jetzt mehr als ein Jahrhundert her sein, dass er gegen die dämonischen Schwärme des Wandelgottes kämpfte. Die Phantomschmerzen werden ihn seitdem verfolgt haben, eine konstante und unangenehme Erinnerung an seine Sterblichkeit.  

Normalerweise wird er mit diesen Schmerzen zurechtkommen können, doch zu diesem Zeitpunkt werden sie zu gleißenden Qualen, ganz als ob irgendwo in der Ferne jemand seine abgetrennte Hand in einen Kessel voller brodelndem Öl gäbe und als würde er trotz der Entfernung die Intensität jedes kreischenden Nervenendes spüren können. 

Der Schmerz wird ihn wie eine Leine zu der verborgenen Kammer von Haus Ecthillar zerren, die kein lebendes Wesen seit über fünfhundert Jahren betreten hat. Doch dann wird der Eingang zu dieser Kammer, jener geheimen Scham seiner Dynastie, versiegelt und vergessen, übersät sein mit den Leichen von Vanari-Kriegern, die in den Nachwehen mächtiger Zauberei dampfen und zerfließen werden. 

Dort wird er stehen, der zweiköpfige Dämon aus seinen Träumen und Erinnerungen, und seine Augen werden triumphierend glimmen, und er wird umgeben sein von fügsamen Knechten in Vogelmasken. 

„Meinen Meister verlangt es nach dem jenseits dieser Türen“, wird der Dämon krächzen. „Es sind zwar nur krude aelfische Spielzeuge, doch wenn genug von ihnen klug verwendet werden, so könnten die alten Fehden eures Volkes neu entfacht werden.“

„Kein Aelf Hyshs wird je wieder das Schwert gegen einen anderen erheben.“

Die zwei Köpfe werden belustigt auf ihren Hälsen wackeln. „Ach nein?“

Celion wird seine Klinge herumreißen und die glänzende Spitze auf sein eigenes Herz richten. 

„Dachtest du, ich würde das so einfach zulassen? Ohne mich kannst du nicht hinein. Eher sterbe ich, bevor du und deine schmutzige Schar nur einen Fuß über die Schwelle setzen. Eher—“ 

Doch Celions Trotz wird auf taube Ohren stoßen. Der linke Kopf des Dämons wird sich würgend auf und ab bewegen, bis sich sein Schlund öffnet und einen bleichen Fleischbrocken preisgibt, der halb zerfressen ist von Verdauungssäften. Ein aelfischer Arm. Celion wird schreiend auf die Knie sacken und instinktiv mit seiner gesunden Hand nach seinem Stumpf greifen. Sein Schwert wird klirrend zu Boden gleiten. 

„Magie fließt in deinen Adern“, wird der Dämon sagen, wobei Speichel von seinem Schnabel tropften wird. „Eine Macht, die zugleich Schlüssel und Schloss ist. Solange du lebst, kann ich nehmen, was mir gefällt. Und ich erlaube dir noch nicht, zu sterben. Noch nicht.“

Mit seiner grotesken Trophäe wird der Dämon die leuchtenden Runenzeichen nachzeichnen, die er vor vielen Jahrhunderten hier gesehen hatte. Celion wird nur entsetzt zusehen und das phantomhafte Gefühl in seinen fehlenden Fingern spüren können, wenn diese über die hyshianischen Runen tanzen, doch es wird ihm nicht möglich sein, Kontrolle auszuüben. 

Und dann wird sich das Arsenal von Tor Ector öffnen.  

Celion wird hilflos vor Wut schreien und den Schicksalsweber angreifen. Eine einfache Geste des Dämonenfürsten wird ihn erstarren lassen – paralysiert durch einen Lähmungszauber, der durch seine eigene abgetrennte Hand kanalisiert werden wird. 

Und so sollen die schändlichen Geheimnisse der Ocara Dari einmal mehr gegen Hysh entfesselt werden, diesmal nicht durch die Aelfen, die verantwortlich für ihre Schöpfung sind, sondern durch die Diener von Kairos Schicksalsweber.  

Und Celion? Er wird gerade lang genug leben, um den endgültigen Untergang von Haus Ecthillar zu sehen, eher er in den Flammen der Hybris seiner eigenen Dynastie verbrennen wird. 

So will es das Schicksal.

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